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Wie kann mein Arbeitsvertrag aussehen?

Unten kann ein Vertragsmuster angeschaut werden. 

Der BSGL-Vorstand empfiehlt vor allem den im Schulbereich tätigen Mitgliedern mit Fragen zum Arbeitsrecht an den KLV zu gelangen. 

 

Arbeitsvertrag

 

(für dipl. Logopädinnen und Logopäden an einer Schulgemeinde oder Logopädischen Vereinigung im Kanton St.Gallen)

 

zwischen

dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin

vertreten durch:

(Funktion, z.B. den Schulratspräsidenten und Name)

und

Frau/Herrn

(Vomame, Name, Adresse, Diplomjahr, AHV-Nr. etc.) nachstehend "Logopädin/Logopäde" genannt, wird folgender Arbeitsvertrag im Sinne des Schweizerischen Obligationenrechts geschlossen.

 

 

1. Beginn

 

Der Stellenantritt erfolgt per:

 

 

2. Kündigung

 

Das Arbeitsverhältnis wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Es kann von beiden Teilen unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten auf den 31.1. oder 31.7. jeden Jahres gekündigt werden.

 

 

3. Arbeitszeit und Arbeitsbereiche

3.1. Das Vollpensum entspricht demjenigen der Volksschule. Die Logopädin/der Logopäde wird angestellt für:

- ein Vollpensum von __ Therapieeinheiten wöchentlich

- einen Teilauftrag von __ Jahreswochenstunden (Therapieeinheiten)

 

3.2. Die Dauer einer Therapieeinheit entspricht einer Lektion der öffentlichen Volksschule am Arbeitsort.

Als Therapieeinheiten gelten: Prävention, Erfassung, Abklärung, Behandlung und Kontrolle, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Beratung von Eltern und andern Fachpersonen.

Erfassung, Abklärungen, Behandlungen und Kontrollen umfassen in der Regel 80% des Pensums. 20% des Pensums können für Prävention, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Beratungen für Eltern und andere Fachpersonen in Anspruch genommen werden.

Die Therapieeinheiten werden __ monatlich auf dem entsprechenden Abrechnungsformular (Beilage 1 zum Arbeitsvertrag) abgerechnet.

Vor- und Nachbereitungen von Therapiesitzungen, Erstellen der Therapiekonzepte, Herstellung und Beschaffung von Material, Schreiben von Berichten, Führen von Statistiken und andere administrative Arbeiten, sowie das Einholen von Fachberichten und weitere Gespräche/Informationen erfolgen grundsätzlich in der unterrichtsfreien Zeit.

 

3.3. Die logopädische Behandlung von Kindern im Vorschulalter erfolgt innerhalb der unter 3.7 festgelegten Arbeitszeit.

 

3.4. Die Logopädin/der Logopäde stellt einen für sie/ihn geeigneten Stundenplan auf. (vgl. Pflichtenheft, Beilage 2 zum Arbeitsvertrag, Punkt 4.4)

 

3.5. Änderungen des Pensums bedürfen des gegenseitigen Einverständnisses. Solche sollen unter Einhaltung einer Ankündigungsfrist von 4 Monaten abgesprochen werden.

 

3.6. Die Logopädin/der Logopäde führt die logopädischen Massnahmen im Auftrag des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin in eigener Kompetenz und in der Regel in Einzelbehandlungen durch.

Im übrigen richtet sich der Arbeitsbereich der Logopädin/des Logopäden nach dem Pflichtenheft (Beilage 2 zum Arbeitsvertrag) und dem Berufsbild des Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopädenverbandes .

 

3.7. Logopädische Massnahmen werden nach Rücksprache mit Eltern und Lehrpersonen in der Regel während der Unterrichtszeit der Kinder durchgeführt.

 

 

4. Besoldung

 

4.1. Die Besoldung der Logopädin/des Logopäden entspricht derjenigen eines Sekundarlehrers/Sekundarlehrerin, gemäss jeweils gültigem Gesetz über die Besoldung der Volksschullehrer (sGS 213.51) und der Vollzugsverordung (sGS 273.511).

 

4.2. Für die Anrechnung von Dienstjahren gelten die Art.l ff. der Verordnung zum Gesetz über die Besoldung der Volksschullehrer. Massgebend sind die Schulwochen, während denen das Anstellungsverhältnis besteht. Für jede Schulwoche wird die Anzahl der Therapieeinheiten gemäss Ziff. 3.1 dieses Vertrages angerechnet. Die Zusatzausbildungszeit zur Logopädin/zum Logopäden wird zur Hälfte als Dienstjahre angerechnet.

Zu Beginn des Anstellungsverhältnisses erfolgt die Einreihung in die ____.Dienstjahresstufe.

 

4.3. Der Besoldungsanspruch beginnt bei Stellenantritt auf Anfang des Schuljahres am 1. August und endet bei Rücktritt auf Schuljahresende am 31. Juli. Sinngemäss gilt diese Regelung auch bei Stellenantritt auf 1. Februar und Rücktritt auf 31. Januar. Bei Anstellung oder Rücktritt auf andere Termine beginnt oder endet der Besoldungsanspruch mit dem ersten oder letzten Arbeitstag.

 

4.4. Auf Beginn des Kalenderjahres erhöht sich die Besoldung um eine weitere Dienstjahresstufe bis zum Maximum gemäss Lehrerbesoldungsordnung.

 

4.5. Das Gesetz über die Besoldung der Volksschulehrer gilt auch für:

- 13. Monatslohn

- Familienzulagen

- Kinderzulagen

- Geburtszulagen

- Treueprämien

- Lohnfortzahlung bei Krankheit, Unfall, Schwangerschaft, Geburt und Militärdienst

- Besoldungsnachgenuss

- Teuerungsausgleich

- Bildungsurlaub

 

 

5. Versicherungen

 

5.1. Unfallversicherung

Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin versichert die Logopädin/den Logopäden gegen Betriebs- und Nichtbetriebsunfall.

 

5.2. Altersvorsorge

Die Logopädin/der Logopäde ist der kantonalen Lehrerversicherungskasse angeschlossen.

 

 

6. Spesenentschädigung

 

Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin entschädigt gegen Abrechnung ausserordentliche Barauslagen. Fahrspesen werden gemäss Lehrerbesoldungsordnung vergütet.

 

 

7. Berufshaftpflicht

 

Öffentlich-rechtliche Trägerschaft :

Für die Berufshaftpflicht gelten die Vorschriften des Verantwortlichkeitsgesetzes.

 

8. Arbeitsraum, Einrichtung, Material

Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin stellt der Logopädin/dem Logopäden einen für die logopädische Behandlung geeigneten Arbeitsraum (Beilage 3, Richtlinien für Arbeitsraum und Material). einen Startkredit und einen jährlich wiederkehrenden Materialkredit zur Verfügung.

 

9. Weiterbildung

Die Logopädin/der Logopäde hat das Fachwissen ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Sie/er betreibt ihre/seine Weiterbildung nach Möglichkeit in der unterrrichtsfreien Zeit.

Für Schulbesuche stehen der Logopädin/dem Logopäden gleich viele Tage zur Verfügung wie den Sonderklassenlehrkräften.

Auf Gesuch hin bewilligt der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin nach Möglichkeit den Besuch von Kursen und Tagungen. Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin gewährt an Weiterbildungsveranstaltungen Kostenbeiträge.

 

 

10. Ferien und Urlaub

Ferien und Urlaub der Logopädin/des Logopäden richten sich nach den Bestimmungen der Volksschule.

 

 

11. Schweigepflicht

 

Die Logopädin/der Logopäde untersteht (auch nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses) der Schweigepflicht hinsichtlich aller unter das Amtsgeheimnis fallenden Belange.

 

 

12. Besondere Vereinbarungen/zusätzliche Funktionen

 

(z. B.: Stellenleitung, Betreung von Praktiantinnen, fachliche Betreuung von Hilfslogopädinnen... )

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13. Schlussbestimmungen

 

Soweit dieser Vertrag keine Regelungen enthält, gelten die Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts.

 

................................................., den ................................

Der Arbeitgeber / die Arbeitgeberin Die Logopädin/der Logopäde

 

 

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